Subway to SallySupport: Leaves' Eyes20.12.2005 (Live Music Hall, Köln)
„Stille Nacht, eisheilige Nacht.“ Es geht
doch nichts über ein gepflegtes
Weihnachtskonzert. Die Parkplatzsuche gestaltete sich erstaunlich einfach, was für die LMH eher ungewöhnlich ist. Trotzdem war die Warteschlange vor der Halle diesmal extrem lang. Zum Glück standen die Leute mit denen ich dort verabredet war bereits etwas weiter vorne, so dass ich mich unauffällig einreihen konnte. Das Konzert war ausverkauft und es war entsprechend voll. Eine Freundin hat eine halbe Stunde lang versucht ihre Jacke abzugeben, nur um dann zu erfahren, dass die Garderobe bereits voll war. Entsprechend haben wir's dann leider auch nur noch knapp vor das Mischpult geschafft. Aber immerhin, die Sicht war von dort schon ganz okay.
Leaves' Eyes als erste und einzige Vorband haben eine
recht ordentliche Show abgeliefert. Aber irgendwie
hat mir Liv bei Theater of Tregedy und auf ihrer
ersten Solo CD besser gefallen. Die Leaves' Eyes
Sachen reißen mich irgendwie nicht mit, keine
Ahnung warum. Einzig die bereits bekannte Single
„Elegy“, die sie zum Schluss gespielt
haben hat mir wirklich gefallen. Na ja, mindestens
die Hälfte der Halle hat sie gut abgefeiert,
wollen wir es ihnen gönnen. Der Bühnenaufbau für die Hauptband war relativ schlicht. Im Hintergrund waren ein paar Gerüste montiert, die als 3 große, leuchtende Kreuze erstrahlen konnten. Dafür haben sie aber einige nette Special Effects gezündet. Feuerkugeln, Flammenwerfer, Schneekanonen, Feuerspucken und viele nette Lichteffekte sorgten für einen heißkalten Abend. Eröffnet haben sie ganz im Sinne der neuen CD mit „Sarabande de Noir“, „Schneekönigin“ und „Feuerland“. Es folgten, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, „Knochenschiff“, „Liebeszauber“, „Mephisto“, „Unsterblich“, „Traum vom Tod II“, „Maria“, „Die Schlacht“, „Kleid aus Rosen“, „Henkersbraut“, „Ohne Liebe“, „Das Rätsel II“, „Sag dem Teufel“, „Feuerkind“ (für mich der stärkste Track der neuen CD), „Eisblumen“ und als letztes vor der Zugabe der „Veitstanz“. Bei den Zugaben bin ich mir auch bei der Reihenfolge nicht mehr ganz sicher, aber ich meine mich an die folgende Aufteilung zu erinnern. Die erste Zugabe begann mit ein wenig Dudelsackmusik, auch bekannt als „Cromdale“. Gefolgt von „Die Hexe“ und „Falscher Heiland“. Die zweite Zugabe durften wir selbst einzählen und zwar genau bis zur „Sieben“. Entsprechend durften wir beim folgenden „Julia und die Räuber“ den Refrain am Ende noch sieben mal singen, während die Band kurz von der Bühne ging und zum abschließenden „Seemannslied“ wieder erschien. Ein sehr schöner Ausklang mit romantischem Schneegestöber.
Was soll ich sagen? Ein fantastischer Abend! Kein
einziger mittelmäßiger Song dazwischen,
(fast) alle meine Lieblinge waren dabei und sie haben
wirklich, wirklich lange gespielt. Die Stimmung war
klasse. Der Sound war okay, bei manchen Liedern etwas
schlechter, bei den meisten aber durchaus
überdurchschnittlich. Dir Atmosphäre durch
Beleuchtung und Effekte war oft sehr nah an der
Gänsehaut. Da fällt mir ein, ich brauche
noch dringend eine Karte für das Castle Rock
„Sieben“. |