Gestern wollte ich mal schlau sein und dem Stau auf dem
Kölner Ring aus dem Weg gehen. Also bin ich quer durch
die Stadt gefahren. Hat zunächst auch super
funktioniert und ich war recht schnell und ohne Stau in
Köln Mülheim.
Dann bin ich aber leider einmal falsch abgebogen und
wäre fast noch in Porz gelandet.
Aber beim
nächsten Mal weiß ich dann hoffentlich Bescheid.
Die Parkstreifen am E-Werk waren leider total überfüllt. Ich hab gerade noch so den vorletzten gekriegt, leider ziemlich weit von der Halle entfernt, also durfte ich erstmal ein ganzes Stückchen laufen. Vor dem Palladium war die Schlange noch recht lang, wie ich später erfahren habe, haben dort The Hives gespielt. Vor dem E-Werk gab es garkeine Schlange mehr, aber es war ja auch schon 19:30 Uhr. Die Halle selbst war gerade einmal zur Hälfte gefüllt. Sehr seltsam. Aber so konnte ich wenigstens noch einen Platz in der Nähe der Bühne ergattern.
Die Vorband „Blickfeld“ betrat schon etwas vor
20 Uhr die Bühne, wie immer kurz vorgestellt durch
Hannes. Die Jungs spielten schnellen, melodischen, punkigen
Rock mit deutschen Texten. Mir haben sie ziemlich gut
gefallen. Und vor mir hat sich auch ein erster kleiner
Pogopulk gebildet. Sehr schön.
Etwas nervig waren die J.B.O. Fanatiker, die zwischen den
Liedern immer wieder irgendwelche Gesänge anstimmten.
Ich hab mich ja auch
auf die Hauptband gefreut, aber wenn die Vorband schonmal
eine gute ist, dann sollte man sich ruhig die Zeit nehmen,
sie ein wenig zu genießen. Und in diesem Monat hatte
ich wirklich Glück mit meinen Vorbands.
Also ich
hatte meinen Spaß mit der Band und habe meine
Nackenmuskulatur ein wenig gelockert.
Kurz vor 20 Uhr wurde es dann dunkel im Saal. Auf der
Bühne leuchteten die kleinen LED Bildschirme auf und
zeigten uns roten Regen, während im Hintergrund das
Intro zu „Raining Blood“ erklang... das sie
dann aber nicht gespielt haben, stattdessen sind sie zu
„Mei Alde is' im Playboy drin“ gewechselt. Eine
völlig unerwartete Eröffnung für das
Konzert.
Mit „Symphonie der
Verstopfung“ sind sie dann auch gleich bei den
uralten Klassikern geblieben.
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Weiter ging es mit „Ich möcht' so gern Metal
hör'n“ und ein paar schönen
Cowboyhüten.

Das erste neuere Lied an diesem Abend war „Rock Muzik“, bei dem ihr Stuntman und Backgroundsänger im silbernen Glitzeroutfit über die Bühne stolzierte.

Später mußte er dann nochmal als
Schlampen-Steffi ran, um zu „Girls Girls Girls“
zu tanzen und bei „Bejonze“ mitzusingen.

Insgesamt haben sie eine wilde Mischung aus neuen und alten
Sachen gespielt. Einge lieb gewonnene Klassiker fehlten,
dafür waren einige Songs dabei, die sie schon seit
Jahren nicht mehr gespielt haben. Außerdem haben sie
nach dem ersten Konzert in Bochum beschlossen noch einen
weiteren Song in die Setlist aufzunehmen und so kamen wir
in den Genuss von „Arschloch und Spaß
dabei“.
Ansonsten waren noch „Head Bang Boing“, „Fränkisches Bier“, „J.B.O. wird niemals sterben“, „Wir ham 'ne Party“, „Die Scheiße“, „Kuschelmetal“ und „J.B.O.“ dabei.
Bei „Oaaargh!“ hat leider die Gitarre von
Hannes gestreikt, aber das Lied kam live trotzdem ganz gut.
„Ich liebe dir“ haben sie mal wieder mit
„Nur geträumt“ kombiniert und
„Raining Blood“ haben sie später doch noch
komplett gespielt. Diesmal unter dem Motto: „Was
würde es klingen, wenn Slayer schwul
wären?“
Bei „Ein guter Tag zum Sterben“ hat das
Publikum super mitgesungen. Sehr klasse.
Richtig
schön laut und gut. Leider hat Vito dann zwischen den
Strophen das Lied ziemlich kaputt gelabert. Das war nicht
das erste Mal, das an diesem Abend die „Spiel du
Sau!“ Rufe erklangen. Vito ging mit seinem Gehabe
nicht nur dem Publikum, sondern auch dem Rest der Band
ziemlich auf die Nerven. Ralph hat ihn dann zwischendurch
mal angemotzt, er solle endlich seine
„Akustischscheiße“ zu Ende spielen und
Hannes hat versucht ein wenig zu vermitteln. Dass Vito nur
weiterspielen wollte, wenn das Publikum „Spiel, du
wunderschöner, blonder Jüngling!“ ruft war
beim ersten Mal ja noch ganz witzig, beim dritten Mal aber
nur noch albern. Die Hannes Version mit „Spiel, du
wunderschöner, blöder Jungling!“ kam beim
Publikum besser an.
Später
haben wir uns dann auf „Spiel du Schlumpf!“
geeinigt.
A propos Schlumpf, ungefähr zur Mitte des Konzerts
verließ die Band nach einem Schlagzeugsolo von
Wolfram die Bühne. Die Gelegenheit nutzten die
Metalschlümpfe um dem Publikum ein paar Coverversionen
näher zu bringen. Gespielt haben sie „Schlumpf
after Midnight“ von Judas Schlumpf,
„Ausgeschlumpft“ von Sodom und „Pleasure
Schlumpf“ von den Schlumps of Metal.
Schließlich kam noch der jüngere Bruder von
Vadder Abraham auf die Bühne und sie spielten
„Schlumpfozid im Stadtgebiet“. Sehr cool!


Auch an diesem Abend haben sie mal wieder ein Lied gespielt, das sie leider noch nicht auf CD veröffentlichen durften. Aber immerhin durften wir es einmal live genießen. Es handelte sich dabei um „Was für eine wundervolle Welt“, das schön rockig und melodisch rüberkam. Der Text war eigentlich eher harmlos, relativ unverständlich, warum das Lied nicht genehmigt wurde.
Bei der ersten Zugabe betrat Vito als Riesenchampignon die
Bühne, während die anderen Helme mit
Fliegenpilzen trugen. Was sie jetzt wohl spielen
würden? Natürlich „Wir sind die
Champignons“!
Beim
folgenden „Bolle“ hat Wolfram zwar seinen
Einsatz verpasst, aber das Lied wurde natürlich
trotzdem begeistert abgefeiert.



Als zweite Zugabe wurden (natürlich) noch die „Verteidiger des Blödsinns“ gemeinsam zelebriert. Dabei bekam das Publikum ein paar Riesengroße, rosane J.B.O. Luftballons zum spielen. Sehr erstaunt war ich darüber, wie schnell die Luftballons wieder verschwunden sind, als die Band zum allerletzten Lied ansetzte. Und was konnte es anderes sein als „Ein Fest“?
Wie immer wurde beim letzten Lied das riesige J.B.O. Logo aufgeblasen und schmückte bei der Verabschiedung der Band die Bühne.
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Alles in allem war es mal wieder ein sehr geiler Abend. Die
Liedauswahl hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Lichtshow
war sehr schön, die vielen kleinen Bildschirme machten
gut was her. Bei den Fotos stelle ich fest, erinnert es
mich schon fast ein wenig an die Shows von U2,
natürlich im kleineren Maßstab.
Also
mir hat es gefallen. Und die Staus auf dem Heimweg hielten
sich diesmal zum Glück auch sehr in Grenzen.

