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Oberstdorf 2006 |
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Am frühen Sonntag morgen machte ich mich auf den Weg
um meine Begleiterin einzusammeln. Die Reise verlief
zunächst relativ ruhig, selbst um Bonn herum hielten
sich die Staus ziemlich in Grenzen. Wir vertrieben uns die
Zeit mit einigen uralten Musikmix CDs
(„Ui, kennst du das noch?“
„Von wem war das Lied doch gleich?“) und
einigen Kabarett CDs.
Der erste richtige Stau erwartete uns ungefähr in Höhe von Ludwigshafen, dort hatte ein Auto wohl unfreiwillig Kontakt mit der Mitteilleitplanke gehabt und stand nun mit verbogener Vorderachse auf der linken Fahrspur, wodurch die Autobahn nur noch einspurig war. Der Unfall war wohl noch recht frisch, wir kamen relativ schnell dran vorbei, hinter uns wurde der Stau jedoch immer länger, wie wir den Verkehrsmeldungen entnehmen konnten. Da hatten wir wohl Glück gehabt.
Der zweite große Stau erwartete uns kurz vor Ulm.
Ganze 16 km sollte er lang sein. Zum Glück gab's am
Stauende eine Autobahnabfahrt und der freundliche Navi auf
meinem Beifahrersitz lotste mich auf die Landstraße.
Wir hangelten uns
mehr oder weniger parallel zur Autobahn weiter Richtung
Ulm, streiften die Stadt schließlich an ihrem
südlichen Rand und fuhren dort auf die Autobahn
Richtung Süden und damit Richtung Oberstdorf auf.
Dadurch haben wir mindestens eine, wenn nicht sogar mehrere
Stunden gewonnen, der Stau blieb jedenfalls noch eine ganze
Weile bestehen. Außerdem war die Landschaft abseits
der Autobahn sehr schön anzusehen. Vielen Dank an
meinen Navi für die kompetente Stauumgehung und
Wegfindung. ;)
Am späten Nachmittag erreichten wir Oberstdorf. Bereits auf dem kleinen Parkplatz unseres Hotels wurden wir freudig begrüßt. Ein kleiner Dackel, der zum Hotel gehörte, war ausgebüxt und wuselte jetzt über den Parkplatz und begrüßte die Gäste. Die Besitzerin erzählte uns später, dass er früher die Gäste erst einmal gezwickt hat, aber das hatten sie ihm mittlerweile abgewöhnt. Dafür versuchten sie ihn darauf zu trainieren, die Gäste am Abreisen zu hindern. Klappte aber wohl noch nicht so ganz. *lach*
Unser Zimmer befand sich im dritten Stock, direkt unter dem
Dach. Und das ohne Aufzug. Ob wir da nach den langen
Wandertagen überhaupt noch hoch kommen würden?
Unsere Sorge war
unbegründet, wir haben es jeden Abend geschafft. Das
Zimmer war sehr geräumig. Wir hatten ein großes
Doppelbett, einen großen Schrank, einen großen
Schreibtisch und eine Sitzgruppe, bestehend aus einer
Zweiercouch, einem Sessel und einem Tisch. Dazu ein kleines
Bad mit Dusche und einen Balkon auf dem man abends sehr
gemütlich sitzen und ein wenig lesen oder quatschen
konnte. Die Aussicht war natürlich auch nicht zu
verachten und gerade das Abendrot war wirklich sehr
schön.
Nachdem wir unsere Sachen ausgeladen hatten, beschlossen
wir erst einmal eine Runde durch den Ort zu drehen. Der
Kurpark direkt vor dem Hotel war leider nur teilweise
zugänglich, da er sich gerade im Umbau befand.
Ein süßer,
kleiner Souvenierladen an der Ecke veranstaltete noch ein
paar Tage lang einen Räumungsverkauf, danach wurde er
leider abgerissen. Meine Begleiterin hat dort ein paar
schöne Edelsteinketten entdeckt und im Laufe der Woche
drei Stück für zusammen nur fünf Euro
gekauft. Normalerweise sind die einzeln schon deutlich
teurer. Da hat sie wirklich Glück gehabt. Aber das
Thema „Baustellen“ sollte sich leider durch
unseren ganzen Urlaub ziehen, es wäre fast kürzer
die Orte aufzuzählen, an denen nicht gebaut wurde.
*seufz*
Mir machten noch einen kleinen Abstecher zum Bahnhof um die Dinge zu kaufen, die wir doch zu Hause vergessen hatten. Anschließend ging es in die Sennküche zum Abendessen. Wie eigentlich jeden Abend. Die Karte dort war sehr umfangreich und vielseitig, das Essen sehr gut und reichhaltig. So haben wir uns im Laufe des Urlaubs einmal quer durch das Angebot durchprobiert und waren immer sehr zufrieden. Andere Restaurants haben wir garnicht gebraucht.
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