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Schottland 2008 |
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Der Anreisetag war vom Wetter her recht gemischt, in NRW eher wolkig. Den Wagen hatte ich zum Teil schon in der Nacht zuvor beladen, also musste ich nur noch ein paar Wertsachen einladen und konnte losfahren. Mein erster Stopp führte mich in einen kleinen Ort bei Köln, wo ich meinen Navi abholen und auch ihr Gepäck verstauen musste. Gegen 9:30 Uhr ging es dann los Richtung Belgien.
Um nach Zeebrügge zu kommen gibt es im wesentlichen
zwei Routen, eine über Brüssel und eine über
Antwerpen. Für den Hinweg haben wir uns spontan
für Antwerpen entschieden.
Das war scheinbar auch die Richtige Entscheidung. In
den Verkehrsmeldungen tauchte jedenfalls öfter die
Strecke Brüssel – Zeebrügge auf. Was dort
genau los war, haben wir leider nicht verstanden, unser
flämisch ist einfach nicht gut genug.
Mit
größeren Staus hatten wir jedenfalls nicht zu
kämpfen, einzig erwähnenswert ist vielleicht der
ziemlich heftige Platzregen, der uns auf halber Strecke
erwischte.
Ein ganzes Stück vor unserem Zielort endete die
Autobahn und wir fuhren weiter über eine mehrspurige
Fernstraße. Kurz vor der Küste endete auch
diese, bzw. bog sie zur Seite ab. Wir wollten aber lieber
am Meer entlang fahren. Naja, jedenfalls mehr oder weniger.
Im nächsten Küstenort war
„unsere“ Straße auf einmal teilweise
abgesperrt, da war wohl für den Abend eine
größere Aktion geplant, am Rande sahen wir eine
Bühne und die Straße wirkte, als sollte auf ihr
ein Umzug stattfinden. Wir konnten uns aber trotzdem
irgendwie durchmogeln und rollten durch ein paar
hübsche, kleine Örtchen auf den Hafen von
Zeebrügge zu.
Sehr gut gefallen haben uns die vielen kleinen weißen
Häuschen in dieser Gegend. Wirkte alles sehr
gemütlich und sah dazu auch noch sehr ansprechend aus.
Hier könnte man es bestimmt auch ein paar Urlaubstage
lang aushalten.
Zwischen den Häusern hindurch
konnten wir ein paar erste Blicke auf das Meer erhaschen.
Am Eingang des Hafens durften wir erst einmal ein wenig
warten, eine Klappbrücke war gerade hoch gefahren.
Genauer gesagt zeigte sie senkrecht in den Himmel, da
wäre das drüberfahren schwierig geworden. Also
standen wir erst einmal ein paar Minuten in der Gegend
herum. Der eigentliche Hafen war ziemlich groß und
ziemlich verschlungen gestaltet, auf unserer Karte sah es
so aus, als müssten wir einfach nur gerade aus fahren,
um zu unserem Terminal zu gelangen. Das war ein Irrtum, in
Wirklichkeit mussten wir einige Schleifen kreuz und quer
durch den Hafen über noch mehr Kreisverkehre
zurücklegen. Aber zum Glück war der Weg gut
ausgeschildert, das Logo unserer Fährgesellschaft
leuchtete uns stets entgegen.
Gegen 13:30
Uhr standen wir als eines der ersten Autos an der Schranke.
Bereits um 14 Uhr wurden die Schranken geöffnet, wir
wurden kontrolliert und erhielten unsere Bordkarten. Dann
durften wir unser Auto auf den großen Parkplatz vor
dem Schiff abstellen. Das Wetter war mittlerweile ziemlich
gut, der Himmel war blau und die Sonne schien. Wir
kurbelten unsere Scheiben herunter genossen das gute Wetter
und widmeten uns eine Weile unseren Reiselektüren.
Wann genau die Einfahrt in das Schiff stattfinden sollte,
wurde uns leider nicht gesagt und dieses ungewisse Warten
ist immer ein wenig lästig. Nebenbei konnten wir
wieder dabei zusehen, wie diverse Anhänger und
Container auf das Schiff gefahren wurden. Überhaupt,
das Schiff.
Es
machten einen recht netten Eindruck, wirkte aber deutlich
kleiner als die Fähre im letzten Jahr. Bei dem
höheren Preis hatte ich ja irgendwie auch etwas
größeres erwartet, aber der Preis bezog sich
wohl hauptsächlich auf die deutlich weitere Strecke.
Ab zirka 16:15 Uhr durften wir dann auf das Schiff fahren. Die Parkdecks waren hier mehr wie in einem Parkhaus angeordnet. Es gab eine Rampe in der Mitte und und rundherum dreispurige Parkflächen. Auf den Rampen selbst wurde diesmal nicht geparkt. Wir wurden in die erste Etage nach oben gelotst und parkten ziemlich direkt hinter ein paar Anhängern. Das Ausparken am nächsten Tag würde bestimmt interessant werden, vorwärts würden wir jedenfalls nicht weiter kommen.
Im Schiff selbst erwartete uns dann eine Überraschung,
unsere Kabine war einer vierer Kabine, die wir zu zweit
belegten. Sehr angenehm, dadurch hatten wir deutlich mehr
Platz und mussten uns auch nicht darüber einig werden,
wer das obere und wer das untere Bett nehmen würde.
Die einzige Frage war noch „Links oder Rechts?“
Als das Schiff sich eine Weile später in Bewegung setzte, begaben wir uns an Deck. Praktischerweise hatte dieses Schiff ganz oben ein schönes Aussichtsdeck von dem aus wir zu allen Seiten gut sehen konnten. Leider bot der Hafen außer Kränen und Containern (und Möwen) nicht wirklich viel spannendes. Außerdem war es verdammt kalt an Deck und der Wind blies sehr kräftig. Wir verzogen uns also bald wieder in unsere warme Kabine.
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Das Café an Bord war diesmal leider nicht ganz so
gut bestückt, wie im letzten Jahr, frisch belegte
Baguettes gab es leider nicht Nur abgepackte Sandwiches,
die auf den ersten Blick nicht sonderlich appetitlich
aussahen. Da wir aber Hunger hatten, haben wir später
am Abend doch noch welche gekauft. Die Variante mit Tomaten
und Salat war mit einer sehr leckeren Pesto Soße
gewürzt und schmeckte schön erfrischend. Die
Variante mit Hühnchen war mit knusprigem Speck
verfeinert und schmeckte dadurch schön herzhaft und
würzig. Was soll ich sagen, der erste Eindruck hat
getäuscht, so ein fertiges Sandwich kann durchaus sehr
lecker sein.
Satt und zufrieden verbrachten wir unsere Nacht auf See. Zu Anfang hatten wir noch ein recht amüsantes Achterbahngefühl, das Schiff hat ganz gut geschaukelt, aber recht bald lag es wieder ziemlich ruhig im Wasser und wir haben sehr gut geschlafen.
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