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Guten Tag, ich bin das Schafi. Ich bin ein kleiner, kugelrunder Schafsschlüsselanhänger. Klein und kugelrund ist doof, denn da nimmt einen kaum einer ernst und laufen kann man auch nicht alleine. Aber Vorteile hat das mit dem Schlüsselanhänger ... denn als solcher wird man ständig durch die Gegend geschleppt. Und so hat mein Mensch mich jetzt dieses Jahr mit in den Urlaub in mein Heimatland mitgenommen. Von dort hat sie mich ursprünglich weggeholt, als ich noch sehr viel kleiner war. Aber ich kann mich kaum mehr daran erinnern ... *traurig blökt* |
Flora und ich. |
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Tag 1
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Heute sind wir in
England angekommen. Wir sind in so einem riesigen
Kasten übers Meer geschaukelt, wo mein Mensch,
noch ein Mensch, und meine große Kuhfreundin
Flora uns einen Verschlag geteilt haben. Aber es war
ziemlich hell, also alles halb so schlimm ... ... in England gibt es übrigens ganz viele Brüder und Schwestern von mir und Flora, ich war richtig überrascht. Wir sind aber nicht in England geblieben sondern direkt weiter nach Schottland gefahren. Das Wetter war richtiges Köttelwetter. Die Wolken waren sehr viel dunkler als schmutzige Schafswolle und der Wind hätte mich, als wir im Glencoe (dem Lieblingstal von meinem Menschen) hielten fast weggepustet. Hätte sie mich nicht festgehalten wäre ich weggeflogen wie ein Vogel. Für morgen muss ich ihr zuliebe mal einen Schönwettertanz aufführen. Schafe können sowas. |
Ich im Glencoe.
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Ich auf der Autobahn Richtung Glasgow. |
Ich am Loch Lomond. |
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Tag 2
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Ich vor den Steam Falls / Glen Nevis. |
Schönwettertanz um Mitternacht hat wohl nichts
genützt. Immer noch schmutzige Schaftswolle am
Himmel ... mein Mensch und der andere haben sich
trotzdem entschlossen mal etwas in die Berge zu gehen.
Wir sind dann also in so ein Glen (1) gefahren. Und da
fing es auch schon an Katzen und Hunde zu regnen, wie
mein Mensch meinte. Ich versteh das aber nicht so ganz.
Für mich sah das aus wie ganz normaler Regen
... Jedenfalls haben wir trotzdem angehalten und mein Mensch hat sich todesmutig in den Regen hinausgewagt um die Schuhe zu wechseln. Mich hat sie ungefragterweise mitgenommen. Dabei wollte ich doch noch gar nicht sterben. Naja, bin ich dann auch nicht. Der Regen hörte dann doch auf. Hatte wohl Angst vor Schafen. Jedenfalls konnten die Menschen dann auf einem sehr steinigen Weg tiefer in das Tal vordringen. Sie haben dabei allerdings etwas gemeckert das sie keine Bergziegen wären. Stimmt. Nur wem sie das eigentlich mitteilen wollten weiß ich nicht. Mein Mensch kletterte also eine ganze Weile oberhalb einer kleinen Schlucht herum bis wir schließlich wieder in ein breiteres und richtig flaches Tal kamen. Der Wasserfall (2) in der Mitte hatte es meinem Menschen wohl angetan, ich fand eher das Gras lecker. |
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Dann haben meine
Menschen sich noch etwas an einer Brücke
aufgehalten, sich aber nicht getraut diese zu
überqueren. Das waren nämlich nur drei Seile.
Aber für Bergschafe wie mich war das kein Problem,
das hab ich ihnen direkt vorgeführt und meinem
Menschen dabei die Zunge herausgestreckt. Aus Strafe
dafür hat sie mich auf dem Rückweg in ihre
Gürteltasche gesteckt. Und von ihrer Lasagne zum
Mittagessen hat sie mir auch nichts abgegeben. Wobei,
die hätte ich ja sowieso nicht gefressen, ich bin
doch kein Kannibale. Ich bin solidarisch mit meinen
Mittieren! Weil wir danach immer noch so viel Zeit hatten, haben wir dann noch einen Rückstecher zum Glencoe gemacht um zu schauen ob da das Wetter auch gut war. Leider konnten wir die Berge sehr schlecht von den Wolken unterscheiden. Aber mein Mensch hat dieses Mal davon abgesehen mich mit in den Regen zu schleppen als sie kurz ausgestiegen ist. Dann sind wir wieder zurückgefahren. Abends lief noch ein bisschen der Fernseher. Da drin haben ziemlich viele Menschen geblökt und gejault (3). Ich frage mich warum man da keinen Arzt gerufen hat wenn es den Menschen so schlecht ging. Das hab ich als Schaf ja sogar gemerkt! |
Ich überquere die Seilbrücke. |
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Anmerkung des
Menschens: (1) Glen Nevis (2) Steam Falls (3) Eurovision |
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Tag 3
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| Mein Schönwettertanz hat doch gewirkt. Nur mit Verspätung. Heute hatten wir Wolken und etwas Sonne. Mein Mensch hat sich gefreut. Wandern wollte sie trotzdem nicht, stattdessen sind sie losgefahren um in einem etwas kleineren Kasten auf eine Insel zu schaukeln. Dieses Mal hat sie mich während der Überfahrt mit ins Freie gelassen, da konnte ich mir etwas die Sonne aufs Fell scheinen lassen. Dann war es ihr aber zu viel und sie hat die Sonne mit bösen Blicken vertrieben. Gemeinheit! |
Ich auf der Fähre. |
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Ich im Garten von Torosay Castle. |
Ich hatte schon
gedacht wir wären auf der Isle of Skye angekommen,
aber da musste mich mein Mensch enttäuschen. Sie
sagt da kommen wir erst später hin. Ihr müsst
wissen, ich stamme von der Isle of Skye! Jedenfalls
waren wir auf der Isle of Mull angekommen. Dort haben
wir uns zwei Castles angeschaut. Ein sehr hübsches
Castle Marke Herrenhaus (4) und ein sehr kaltes Castle
Marke Castle (5). Letzteres war nicht nur kalt, sondern
hatte auch gar keinen schönen Garten. Dafür
hatte das Castle Castle aber eine hübschere
Aussicht über das viele Gras! Ich hätte ja gern eins der Castles bekommen, aber mein Mensch sagte wenn man so einfach an ein schottisches Castle kommen würde dann hätte sie schon längst eins. *traurig blökt* |
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Anmerkung des
Menschen: (4) Torosay Castle (5) Duart Castle |
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Tag 4
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Ich auf Staffa. |
Ich bin kein Seeschaf! Ich weiß nicht was mein Mensch sich eigentlich denkt, ständig nimmt sie mich auf irgendwelche Schaukelkästen mit. Heute war es ein kleines Boot, das uns durch die Gegend schipperte und auf zwei Inseln ablud. Auf der ersten Insel waren wir in so einer Art Felsenhöhle, die war langweilig – überhaupt kein Gras! Erst oben auf den Klippen konnte ich ein bisschen Fressen. |
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Auf der zweiten
Insel hätte mein Mensch fast einen
Kreischanfall/Herzinfark/oderso bekommen weil sie
irgendwelche seltsamen Vögel gesehen hat.
„Puffins“ hat sie die genannt. Und
„süß“ seien die. Das kann ich
nicht nachvollziehen. Ich bin süß, aber
nicht solche doofen Papageientaucher. Jedenfalls hat
sie geschlagene anderthalb Stunden damit verbracht die
Viecher zu fotografieren und mich dabei
vollständig ignoriert. Nur einmal konnte ich kurz
ins Bild huschen. Da war sie dann etwas sauer auf mich.
Nein, heute war kein guter Tag. Ach ja, das Wetter. Anfangs hatte es etwas geregnet – passend zu meinem Gemüt – aber danach hats aufgehört und teilweise gab es sogar Sonne. Das hat mich etwas für die Unaufmerksamkeit meines Menschen entschädigt. Morgen geht es dann endlich nach Skye. |
Ich und ein Puffin. |
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Tag 5
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Tja, das Wetter sah
heute Morgen eigentlich auch mal wieder relativ
bescheiden aus. Ziemlich viele Wolken über dem
Land und nur ein paar Löcher für die Sonne.
Mein Mensch hat deshalb beschlossen unsere empfindliche
Haut nicht mit Sonnencreme zu behandeln ... das musste
sie dann später am Tag nachholen, denn wie sich
heraussstellte ... besonders in Meeresnähe gab es
mehr Sonnenlöcher als Wolken. Viiiiiiiel
mehr. Leider hat mein böser Mensch mich nicht nur nicht eingecremt sondern heute auch noch auf gleich zwei Schaukelkästen verfrachtet. Der eine brachte uns von Mull herunter und war richtig klein (für eine Fähre für Autos), der andere brachte uns nach Skye. Die Überfahrt war deshalb natürlich weniger schlimm! Wir hatten auch ziemlich Glück, wir kamen viel zu früh am zweiten Schaukelkasten an und der war eigentlich für den nächsten Schaukelgang ausgebucht und wir hatten erst für den zweiten gebucht. Aber man hat noch ein wenig dieses Klötzchenspiel mit den Autos gespielt (wie heißt es noch gleich? Ach ja, Tetris) und deshalb passten wir auch noch drauf. Ansonsten war der Tag ziemlich langweilig. Wir sind hauptsächlich durch die Gegend gerollt (und haben viel gebremst) und deshalb haben wir es auf Skye auch nur kurz geschafft mich kurz am Kilt Rock View Point zu fotografieren bevor ich totmüde umgefallen und eingeschlafen bin. |
Ich am Kilt Rock View Point. |
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Tag 6
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Ich an den Fairy Pools mit den Cuillins im Hintergrund. |
Heute sind wir
aufgewacht und haben direkt wieder in die
Schafswollwolken gestarrt. Außerdem war es
ziemlich windig. Meine Menschen waren sich deshalb sehr
unschlüssig was sie tun wollten und haben deshalb
ziemlich lange herumüberlegt bevor sie mich
schließlich eingepackt haben und losfuhren. Es
ging zu den Cuillin Hills, die liegen mehr im
Süden meiner wunderbaren Heimatinsel! Wir ließen unser Auto dann auf einem Parkplatz stehen und stiefelten los. Jedenfalls mein Mensch tat das, ich durfte ja wieder lässig und gut gesichert (wie gesagt, es war sehr windig) an ihrer Gürteltasche herumhängen. Der Weg führte uns an einem Fluß entlang talaufwärts und wir passierten die so genannten „Fairy Pools“. Bitte fragt mich nicht warum die so heißen. Ich habe keine Feen gesehen. Nur viel Gras. Und ein paar Schafe. Vielleicht sollte man sie eher „Sheep Pools“ nennen? Kurz nach meinem ersten Fotostop fing es dann an zu regnen. Mein Mensch war nicht sehr angetan weil starker Wind und Regen, das findet sie getrennt noch ertragbar, aber zusammen nicht mehr so. Das große Schöpferschaf im Himmel hatte aber Mitleid mit meinen Menschen und der Regen hörte bald wieder auf. Wir gerieten auch nur noch in anderthalb weitere kurze Schauer, bei denen ich richtig nass wurde. *brrrrrr* Ansonsten blieb es bei heftigem Wind und ein wenig Nebel. |
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Mein Mensch
beschwerte sich übrigens fast die ganze Wanderung
darüber das man von jedem Punkt wo wir hingingen
noch den Parkplatz mit unserem Auto sehen konnte.
Ähm naja, warum laufen sie auch einen dummen
Rundweg? Ich kann ja verstehen wenn man viel läuft
um von A nach B zu kommen, aber von A nach A in 8
Kilometern? Eigentlich ist das ja dumm. Menschen sind
so unlogisch! Am Nachmittag waren wir dann noch etwas Tiershoppen in Portree. Mein Mensch hat mir eine große Schwester gekauft und sie auf den Namen Puffin getauft. Ich sag ja ... Menschen sind unlogisch, warum nennt man ein Schaf auch nach dem Papageientaucher? Und noch etwas großes, plüschiges ist mitgekommen, das darf ich aber nicht genauer verraten, weil das ein Geschenk für die Mama von meinem Menschen ist. |
Ich und Wasser, irgendwo auf der Rückwanderung. |
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Tag 7
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Das Wetter war mal
wieder nicht besser als am vorigen Tag ... und dazu hat
es noch dauergeregnet. Das fanden meine Menschen gar
nicht toll. Da es aber nach dem Frühstück
aufhörte und sich vereinzelt winzige
Wolkenlöcher mit Sonne zeigten beschlossen sie
dann doch mal in Richtung Westen zu fahren. Mein Mensch
erklärte mir das sie schon zwei mal auf Skye
waren, aber nie zum Neist Point gefahren sind. Das
wollten sie heute nachholen. Unterwegs passierten wir
zwei weitere heftige Schauer und mehrere
Wolkenlöcher. Am Neist Point angekommen regnete es
schon wieder. Meine Menschen waren aber
Glücksschweine, als sie ausstiegen –
hörte es auf. Perfekt. Wir sind dann entlang des Weges zum Leuchtturm die Klippen hinabgeklettert und ich habe meinen Menschen direkt mal rumkommandiert damit sie mir ein Erinnerungsfoto schießt. Dazu hat sie mich auf einen Stein abgesetzt. Der war nicht sehr eben und deshalb bin ich in die Botanik gekippt. Leider kein Gras, also nicht sehr lecker ... und mein Mensch hat bei ihrer Rettungsaktion auch prompt in das Brennnesseln ähnliche Zeug gepackt. Mir mit meiner Wolle macht das nichts aus. Ihre Hand hat aber den ganzen Tag weitergebrannt, da war sie schön sauer auf mich. Wir sind dann nur noch so weit gegangen bis wir den Leuchtturm sehen (und fotografieren, das habe aber nicht ich gemacht) konnten und dann wieder umgekehrt. Mit einem Zwischenhalt über Dunvegan Castles Parkplatz und eine Fressbude ging es zurück zu dem B&B, wo meine Menschen sich noch einen schönen Abend machten. Bis auf die Hand natürlich. |
Ich vor dem Neist Point. |
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Tag 8
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Ich im Quiraing. |
Langsam wird es
langweilig über das Wetter zu berichten, irgendwie
ist es hier immer gleich Morgens. *blök* Wir
fuhren trotzdem zum Quiraing hoch, da meine Menschen
den Hauptpfad entlang laufen wollten. Das hatten sie
nämlich auch noch nicht gemacht. Es war da oben
mal wieder sehr windig, aber teils auch sonnig. Das hat
meinen Menschen gut gefallen und sie haben reichlich
Fotos geschossen. Der Weg gefiel ihnen weniger, zu
einer Seite fiel er teilweise recht steil ab. Ich
weiß gar nicht wo das Problem dabei lag, für
Schafe ist das rein gar nichts! *räusperblök*
Leider fanden wir auf unserem Weg auch ein totes Lamm.
Es war wohl zu Tode gestürzt und lag genau neben
dem Pfad. Das war kein schöner Anblick! *traurig
blökt* Nachdem wir dem Pfad etwa eine Stunde gefolgt waren machten wir dann endlich mal eine Pause und futterten etwas (ich durfte Gras fressen). Danach machten wir uns auf den Rückweg. Mittlerweile war es wieder eher dunkel (graue Wolken) und dann fing es an kräftig zu regnen. Den ganzen Rückweg hindurch. Ich glaube ich bin doch ein Seeschaf, jedenfalls waren wir alle hinterher pitschnass sodass wir uns erstmal in unser B&B flüchteten um das ganze nasse Zeug zum trocknen aufzuhängen. (Zugegebenermaßen etwas schwierig wenn tagsüber keine Heizung angeht, aber meine Menschen wollten das halt mal probieren.) Jedenfalls sind meine Menschen dann wieder losgezogen nachdem sie sich aufgewärmt hatten. Aber sie wollten nicht das ich mitkomme, weil ich so pitschnass war und sie Angst hatten das ich mich erkälte. Sie hat mich aber beruhigt das unsere B&B-Wirtin kaum was gegen Stofftiere haben konnte die daheim blieben. (Gegen pitschnasse Menschen hatte sie wohl eher was, vermutlich wollte sie nicht das sie ihre Wohnung unter Wasser setzten. (6)) Hier war es ziemlich langweilig. Mein Mensch hat mir dann noch erzählt das sie in Portree waren. Essen. Und am Hafen haben sie rumgehangen und es war wohl ziemlich sonnig, auch als sie eine andere Route zurückgefahren sind. Jedenfalls hat sie nochmal fleißig Fotos gemacht, die sie mir hinterher gezeigt hat. Leider war ich immer noch nicht trocken, also hat sie mich zum Trost kurz mit nach draußen zu meinen Artgenossen genommen und mich hinterher auf die Heizung gelegt. Die ging mittlerweile wieder. |
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Anmerkung des
Menschen: (6) Es lag wohl eher daran das B&B für sie wirklich nur Bed und Breakfast bedeutete da war es wohl auch zuviel, wenn man mal zwischendurch in sein Zimmer wollte um seine Klamotten zu wechseln. |
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Tag 9
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Heute haben wir gar
nicht bemerkt das wir auf einer Insel waren. Oder das
es hier Berge gab. Wir hätten genauso gut in
Holland sein können so flach war es. Na gut, ich
geb zu, ich übertreibe ... aber die Berge hat man
wirklich erst gesehen wenn man mit der Nase
draufstieß, Schafsehrenwort! Passend zu der
dichten Wolkendecke gab es Dauerregen. Meine Menschen
haben deshalb das einzige gemacht was ihnen bei dem
Wetter einfiel. Sie sind bis aufs Festland gefahren
(wenn die Brücke im Südosten liegt und man
selbst im Norden wohnt ist das ziemlich weit) und haben
zum ersten Mal das Eilean Donan Castle von Innen
besichtigt. Ich durfte mich solang mein Mensch
draußen herumlief praktischerweise in ihrer
Gürteltasche verkriechen. Sie hatte Angst das ich
sonst wieder klitschnass hätte werden können.
Und eine Schafserkältung im Urlaub wollten wir
alle lieber nicht riskieren ... im Castle hatte ich
aber Freihang und es hat mir ganz gut gefallen da
drinnen. Die Autofahrt zurück hat ähnlich wenig Spaß gemacht wie die hin. Man hat ja nichts gesehen. *empört blök* Bei dem Wetter bringt es irgendwie nichts überhaupt etwas zu unternehmen. Hoffentlich wird es Morgen besser! Wir haben dann noch in Portree halt gemacht. (Mal wieder.) Mein Mensch hat den anderen Menschen überredet sich endlich mal Salz- und Pfefferstreuer zuzulegen. Praktischerweise gab es das nämlich auch im gut sortierten Souvenirladen. In Puffinform allerdings. Schafform hätte mir natürlich besser gefallen. Und nein, mit Puffin meine ich die echten Papageientaucher und nicht meine große Schwester. Nach einem Essen ging es dann zurück ins B&B. Natürlich hat es kurz darauf aufgehört zu Regnen ... |
Ich und das Eilean Donan Castle. |
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Tag 10
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Ich im Auto bei Regen, Vormittag + Nachmittag.
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Langsam wird es langweilig über das Wetter zu berichten. Aber ansonsten gibt es heute ja kaum etwas zu sagen. Heute war eben ein Kötteltag. Köttelwetter, so dass die Menschen von ihrer landschaftlich schönen (und sogar schon verkürzten) Route nicht viel mitbekommen haben. Tja, und dann kamen sie an ihrem B&B an und mussten feststellen das niemand da war. Aber die netten Nachbarn haben rumtelefoniert und so kam die B&B-Wirtin (die eigentlich abgesagt hatte, nur meinen Menschen hatte das keiner gesagt) dann doch noch. Wenigstens in etwas Glück gehabt. |
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Ich im Auto bei Sonnenschein, Abend. |
Außerdem sind zwei Plüschpuffins, die wie Kühe muhen, bei uns eingezogen. Sie heißen Blök und Peng. *verwirrt blökt* Abends kam dann wieder die Sonne raus. Mein Mensch meint das Wetter will sie ärgern ... |
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Tag11
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Heute Morgen sah es
draußen ein winziges bisschen heller aus. Aber
meine Menschen mussten ja so oder so weiterfahren. Der
Fahrmensch ist dann nur ganz langsam über die
Fahrstraßen geschlichen und die Einheimischen
haben in Herden überholt. Irgendwann waren wir dann am Loch Ness. Wir haben wieder so ein schönes, nicht-ganzes Castle (7) besichtigt. Und dann haben wir noch ein bisschen geshoppt. Unsere kleine Herde hat noch mehr Zuwachs bekommen. Von einer Plüschnessie und einem Plüschdrachen. Die echte Nessie hab ich übrigens auch gesehen. Ehrlich! |
Ich am Urquhart Castle.
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Ich am Loch Ness. |
Nessie und ich. |
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Anmerkung des
Menschen: (7) Urquhart Castle |
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Tag 12
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Ich und Loch Garry.
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Ich am Queen's View.
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Mein Mensch sagt
das es sicher Fotos vom Loch Ness im Sonnenschein gibt.
Aber eben auch Nessiefotos. Damit wollte sie wohl
ausdrücken das sie nicht mehr wirklich daran
glaubt hier einen Sonnentag zu erwischen. Aber mein
Mensch hat wohl auch vergessen das sie mich gestern mit
Nessie fotografiert hat! Außerdem haben wir heute
Nessie nochmal gesehen. Auf der Fernstraße. Wir
wissen zwar nicht was sie da gemacht hat, aber sie
wars. Ehrlich! Heute wurden wir jedenfalls unerwarteterweise von der Sonne geblendet als wir die Vorhänge aufzogen. Grässlich grelles Ding, die Sonne. Meine Menschen waren das schon gar nicht mehr gewohnt und mein erster Mensch hat sich gleich mal eingesprüht. Das tut sie immer wenn die Sonne scheint. Natürlich gab es heute auch Wolken und ein bisschen Regen, aber meistens schien die Sonne. Manchmal gabs auch beides. Ansonsten sind wir heute nur über sehr, sehr viele Straßen und sehr, sehr lange Auto gefahren. Dabei haben meine Menschen einige Strecken ausprobiert, die sie noch nicht kannten. Wir sind an vielen Lochs (8) entlanggefahren, von weitem gefällt mir Wasser besser! Am Queen's View (9) haben wir dann noch eine Pause eingelegt. Meine Menschen waren zwar schon da gewesen, aber ich noch nie und ich brauchte unbedingt ein Foto. Die Zeit haben sie dann auch direkt noch dazu genutzt etwas zu Essen. Ich habe netterweise etwas Salat abbekommen. Und natürlich konnte mein Mensch sich nicht davon abhalten lassen noch schnell einkaufen zu gehen. Sie hat sich einen Kalender mit vielen schönen Puffinfotos geholt. Schaffotos wären aber noch schöner gewesen! Jetzt sind wir in Stirling, von der Stadt habe ich aber nichts gesehen. Nur die Autobahn. Meine Menschen waren vor zwei Jahren schon einmal kurz hier, deshalb sehen sie sich heute auch nichts weiteres mehr an. Wir sind auf der Durchreise. Morgen geht’s zum Riesenschaukelkasten. Ich muss mir noch überlegen ob ich meinem Menschen das verzeihe. |
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Anmerkung des
Menschen: (8) u. a. Loch Garry, Loch Lochy, Loch Laggan ... (9) am Loch Tummel |
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Tschüß, das wars dann von mir! Euer Schafi.
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Ein letztes Foto: Puffin und ich. |
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